Jakob Kroeker

Jakob Kroeker (1872 – 1948) war Direktor des Missionsbundes »Licht im Osten«. In Südrussland in einer mennonitischen Kolonie geboren, erlitt er im Kindheitsalter eine schwere Beinverletzung, so dass er nach dem Schulbesuch das Buchbinderhandwerk erlernen musste. Im März 1881 siedelten seine Eltern auf die Krim über. Eine Erweckung dort ergriff auch Kroeker. Von 1885 bis 1891 wurde er auf einer Privatschule in Simferopol’ zum Lehrer ausgebildet. Seine erste Lehrerstelle hatte er von 1891 bis 1893 in MenlerÚik. Sogleich heiratete er seine Jugendliebe Anna Langemann. Ab 1893 absolvierte Kroeker auf den Ruf Gottes hin einen Vier-Jahres-Kurs für die äußere Mission im baptistischen Predigerseminar in Hamburg. Da seine Frau kein entsprechendes Gesundheitszeugnis für die äußere Mission erhalten konnte, wurde er 1897 von den Brüdern für eine Reisetätigkeit für die deutschen Mennoniten in ganz Russland eingesegnet. Nach einigen Jahren gründete Kroeker den Verlag »Raduga« (Regenbogen) in Halbstadt/Taurien, dem eine Druckerei und Buchbinderei angeschlossen war. 1910 fühlte sich Kroeker dazu gedrängt, mit seiner Familie nach Wernigerode/Harz überzusiedeln; von hier aus unternahm er bis zum Kriegsausbruch 1914 zahlreiche Reisen nach St. Petersburg und nach Südrussland. Während des Ersten Weltkrieges durfte er ohne Erlaubnis Wernigerode nicht verlassen. Diese unfreiwillige Pause nutzte er zur Vertiefung seiner theol. Studien - im Mittelpunkt standen das Alte Testament und die hebräische Sprache. In den Jahren 1917/18 hörte er zwei Semester Theologie an der Universität Berlin; darauf baute seine Auslegungsreihe »Das lebendige Wort« auf, die bis heute ihren Wert behalten hat. Zwischen 1918 und 1920 hielten Kroeker und der reformierte Pfarrer Walter Ludwig Jack in Kriegsgefangenenlagern Bibelkurse für russische Soldaten. Diese Erfahrungen veranlassten die beiden Männer, am 6. Februar 1920 den Missionsbund »Licht dem Osten« zu gründen, der schon bald in »Licht im Osten« umbenannt wurde. Im gleichen Jahr begann auch das Missionsblatt »Dein Reich komme« zu erscheinen. Im folgenden Jahr bereiste Kroeker Estland, Finnland und Schweden (Reval, Helsingfors, Hangö, Stockholm). Im Herbst 1931 brachen Kroeker und seine Frau Anna zu einer großen Reise durch Palästina auf, die bis zum 15. Juni 1932 dauerte und Kroekers Kenntnisse über das Geheimnis »Israel« vertieften. Das Dritte Reich und der Zweite Weltkrieg engten den Spielraum des Missionsbundes erheblich ein. Die äußeren Umstände 1945/46 veranlassten Kroeker zur Übersiedelung nach Mühlhausen bei Stuttgart. Nach geduldig ertragener Krankheit verstarb Kroeker am 12. Dez. 1948 und wurde vier Tage später auf dem Friedhof in Stuttgart-Mühlhausen beigesetzt. - Kroekers Werk und Wirken reichte weit über den Missionsbund hinaus und verband solide theol. Kenntnisse mit originellen Einsichten in das Heilswirken Gottes.
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