| Artikel-Nr. | 255122 |
|---|---|
| ISBN | 978-3-89397-122-0 |
| Seiten: | 160 |
| Art / Abmessungen: |
Produktinformationen "Ich bin auch katholisch"
Die römisch-katholische Kirche hat in den letzten Jahren nicht nur ihren Einfluss in der Gesellschaft stark vergrößert, sondern sie fasziniert auch mit ihrem Repräsentanten immer mehr Christen anderer Bekenntnisse, denen die eigene, oft liberale und pluralistische Glaubensgemeinschaft angesichts der Geschlossenheit der römisch-katholischen Kirche immer fragwürdiger scheint.
Dieses Buch soll dazu anregen, die fundamentalen Glaubenslehren der Katholischen Kirche zu überdenken und mit der Heiligen Schrift zu vergleichen.
| Autor: | Wolfgang Bühne |
|---|---|
| ISBN | 978-3-89397-122-0 |
| Seiten: | 160 |
| Gewicht: | 152 g |
| Buchart: | Taschenbuch |
| Medium: | |
| Produktart: | Buch |
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27. September 2026 19:29 | Rudolf
Historisch und katholisch-theologisch unkorrekt
Die katholische Sicht stützt sich nicht nur auf spätere kirchliche Traditionen. Schon das Neue Testament enthält deutliche Grundlagen für Gnade vor menschlichem Verdienst, apostolische Tradition, kirchliche Autorität, Amtsnachfolge, sakramentale Taufe, reale eucharistische Teilhabe, Sündenvergebung durch bevollmächtigte Amtsträger, die besondere Stellung des Petrus sowie die Gemeinschaft der Heiligen. Die frühe Kirche des 1. und 2. Jahrhunderts zeigt viele dieser Elemente bereits ausdrücklich.
S. 10 – „Allein auf die Gnade Gottes vertrauen“ sei katholischerseits Ketzerei.
Bühne schreibt über einen Katholiken, dieser habe „allein auf die Gnade Gottes“ vertraut und sich damit im direkten Widerspruch zu seiner Kirche befunden, die diese Überzeugung verdamme. Das ist so nicht richtig. Die katholische Lehre sagt ausdrücklich, dass das erste Handeln von Gott ausgeht und niemand die erste Gnade verdienen kann, aus der Bekehrung, Vergebung und Rechtfertigung hervorgehen (vgl. KKK 1996–2001; 2010). Gute Werke werden selbst als Frucht vorausgehender Gnade verstanden (vgl. KKK 2008–2011). Der wirkliche evangelisch-katholische Streit betrifft unter anderem das Verhältnis von Rechtfertigung, Glauben, Liebe und menschlicher Mitwirkung – nicht die Behauptung, Vertrauen auf Gottes Gnade sei katholische Ketzerei.
Biblische Grundlage: Eph 2,8–10; Röm 3,23–24; Röm 5,1–2; Röm 5,15–17; Röm 6,23; Tit 3,4–7; Joh 6,44; Joh 15,5; 1 Kor 15,10; Phil 2,12–13; 2 Tim 1,9; Jak 1,17; 2 Petr 1,3–4.
S. 14 – Die Kirchenväter hätten bis ins 5. Jahrhundert ausschließlich die Schrift als Autorität anerkannt.
Bühne behauptet pauschal, die frühen Kirchenväter seien von der alleinigen Autorität der Schrift überzeugt gewesen. Das ist historisch kaum haltbar. Bereits Irenäus von Lyon argumentierte um 180 n. Chr. ausdrücklich mit der von den Aposteln überlieferten Tradition und der Sukzession der Bischöfe; bei Streitfragen verweist er auf die apostolischen Kirchen und ihre Überlieferung. Die katholische Lehre unterscheidet entsprechend zwischen Heiliger Schrift und apostolischer Überlieferung, die beide aus derselben apostolischen Glaubensüberlieferung hervorgehen (vgl. KKK 74–83; 95). Damit ist noch nicht automatisch jede spätere katholische Traditionslehre bewiesen, aber Bühnes Aussage „bis ins 5. Jahrhundert allein die Schrift“ ist zu pauschal.
Biblische Grundlage: 2 Thess 2,15; 2 Thess 3,6; 1 Kor 11,2; 1 Kor 11,23; 1 Kor 15,1–3; 2 Tim 1,13–14; 2 Tim 2,2; Phil 4,9; Lk 10,16; Apg 2,42; Apg 15,1–29; Joh 20,30; Joh 21,25.
S. 16 – Papst- und Konzilsentscheidungen seien ebenso „vom Heiligen Geist eingegeben“ wie die Bibel.
So werden zwei verschiedene katholische Begriffe miteinander vermischt. Die Inspiration der Heiligen Schrift ist nicht dasselbe wie der verheißene Beistand des Heiligen Geistes für die Kirche bei der Bewahrung und Auslegung des apostolischen Glaubens. Die katholische Kirche lehrt ausdrücklich, dass das Lehramt nicht über dem Wort Gottes steht, sondern ihm dient (vgl. KKK 85–87). Die Inspiration der Schrift wird gesondert behandelt (vgl. KKK 105–107).
Biblische Grundlage: Joh 14,16–17; Joh 14,26; Joh 16,13; Mt 16,18–19; Mt 18,17–18; Lk 10,16; Lk 22,31–32; Apg 15,6–29, besonders Apg 15,28; 1 Tim 3,15; Eph 3,10; Eph 4,11–14; 2 Tim 1,13–14.
S. 24 – „Die Bibel enthält wohl Gottes Wort, ist aber nicht in allen Teilen Gottes Wort.“
Das ist keine zutreffende Zusammenfassung der katholischen Schriftlehre. Die katholische Kirche bekennt die Bücher des Alten und Neuen Testaments ganz und in allen ihren Teilen als inspiriert und Gott als ihren Urheber (vgl. KKK 105–107). Dass Gott menschliche Autoren mit ihrer Sprache, Kultur und literarischen Eigenart gebrauchte, bedeutet nicht, dass nur einzelne Teile Gottes Wort wären.
Biblische Grundlage: 2 Tim 3,16–17; 2 Petr 1,20–21; Mt 5,17–18; Joh 10,35; Mt 22,31–32; Mk 12,36; Apg 1,16; Apg 4,25; Hebr 3,7; Hebr 10,15–17; Röm 15,4.
S. 20 und 24 – Katholiken dürften nur kirchlich genehmigte Bibelübersetzungen „benutzen“.
Die kirchliche Vorschrift betrifft insbesondere die kirchliche Genehmigung von Bibelausgaben und Übersetzungen für Veröffentlichung und kirchlichen Gebrauch. Daraus folgt nicht ein allgemeines Verbot, privat eine andere Übersetzung zu lesen. Im Gegenteil fordert die katholische Kirche ausdrücklich zu häufiger Schriftlesung auf und bezeichnet die Heilige Schrift als Nahrung des christlichen Lebens (vgl. KKK 131–133).
Biblische Grundlage: 2 Petr 3,15–16; Apg 8,30–31; Neh 8,8; Lk 24,27; Lk 24,45; Apg 18,24–26; 1 Tim 3,15; Eph 4,11–14; Tit 1,9; 2 Tim 2,2; 2 Tim 2,15.
S. 21 – Das Konzil von Trient habe die „Apokryphen“ erst hinzugefügt, um katholische Lehren gegen die Reformatoren zu rechtfertigen.
Historisch ist diese Darstellung nicht haltbar. Die deuterokanonischen Bücher wurden bereits viele Jahrhunderte vor der Reformation in kirchlichen Kanonlisten geführt und liturgisch verwendet. Die katholische Kirche führt sie entsprechend als Bestandteil des Alten Testaments auf (vgl. KKK 120). Trient bestätigte also einen wesentlich älteren kirchlichen Kanon und erfand ihn nicht erst im 16. Jahrhundert.
Biblische Bezüge: Hebr 11,35 und 2 Makk 7; Weish 2,12–20 und die Passion Jesu; Sir 28,2 und Mt 6,14–15; Tob 4,7–11; Tob 12,8–9.
S. 30–32 – Der gefallene Mensch könne sich „mit eigener Kraft“ retten oder Verdienste erwerben.
Das entspricht nicht der katholischen Lehre. Der Mensch kann sich nicht selbst aus dem Zustand der Sünde erlösen. Selbst seine Antwort auf Gott wird von vorausgehender Gnade ermöglicht (vgl. KKK 1996–2001). Niemand kann die erste Gnade der Vergebung und Rechtfertigung verdienen (vgl. KKK 2010). Katholische Rede von „Verdienst“ setzt deshalb die Gnade Gottes und die Vereinigung mit Christus voraus (vgl. KKK 2006–2011).
Biblische Grundlage: Joh 6,44; Joh 15,4–5; Röm 3,24; Röm 5,5; Röm 8,26; 1 Kor 4,7; 1 Kor 15,10; Eph 2,8–10; Phil 1,6; Phil 2,13; Kol 1,29; Tit 3,5–7; Hebr 13,20–21.
S. 9 und 77 – Das Messopfer bedeute, das Kreuzesopfer Jesu habe nicht ausgereicht.
Das ist nicht die katholische Lehre. Christus wird nicht erneut gekreuzigt und stirbt nicht immer wieder. Sein Opfer am Kreuz ist einmalig und vollkommen. Die Eucharistie wird als sakramentale Vergegenwärtigung desselben einmaligen Opfers verstanden (vgl. KKK 1362–1367). Der Katechismus erklärt ausdrücklich: Kreuzesopfer und Eucharistie sind „ein einziges Opfer“ (KKK 1367).
Biblische Grundlage für die Einmaligkeit: Hebr 7,27; 9,12; 9,24–28; 10,10; 10,12–14; 1 Petr 3,18; Röm 6,9–10.
Zur Eucharistie: Lk 22,19–20; 1 Kor 10,16–21; 1 Kor 11,23–29; Mal 1,11; Hebr 13,10; Apg 2,42; Lk 24,30–35.
S. 85 – „Der Priester allein“ könne Sünden vergeben.
Katholische Lehre sagt ausdrücklich: „Nur Gott vergibt Sünden“ (KKK 1441). Der Priester besitzt keine von Gott unabhängige Macht. Christus hat seinen Aposteln vielmehr die Vollmacht übertragen, in seinem Namen Sünden zu vergeben (vgl. KKK 1441–1442; 1461).
Biblische Grundlage: Mk 2,5–12; Lk 5,20–24; Joh 20,21–23; Mt 16,19; Mt 18,18; 2 Kor 5,18–20; Jak 5,14–16; Apg 19,18; 1 Joh 1,9.
S. 100–101 – Das katholische Priestertum sei eine konkurrierende „Gnadenvermittlung“ neben Christus.
Christus bleibt nach katholischer Lehre der einzige Mittler und eigentliche Hohepriester. Das Amtspriestertum hat nur Anteil an seinem Priestertum und steht vollständig in dessen Dienst (vgl. KKK 1544–1553). Zugleich unterscheidet die Kirche das gemeinsame Priestertum aller Getauften und das Amtspriestertum (vgl. KKK 784; 1546–1547).
Biblische Grundlage: 1 Tim 2,5; Hebr 4,14–16; Hebr 7,23–28; 1 Petr 2,5.9; Offb 1,6; Apg 6,6; Apg 14,23; 1 Tim 4,14; 2 Tim 1,6; Tit 1,5; Jak 5,14–15.
S. 125 – Jeder Mensch, der sich nicht dem Papst unterwirft, gehe automatisch ewig verloren.
Das ist eine zu pauschale Darstellung. Die katholische Lehre unterscheidet zwischen schuldhafter bewusster Zurückweisung dessen, was ein Mensch als von Christus gewollt erkannt hat, und Unkenntnis ohne eigene Schuld (vgl. KKK 846–848). Auch nichtkatholische Getaufte stehen nach katholischer Lehre in einer realen, wenn auch unvollkommenen Gemeinschaft mit der Kirche (vgl. KKK 838).
Biblische Grundlage: Lk 12,47–48; Joh 9,41; Joh 15,22–24; Apg 17,30; Röm 2,6–16; 1 Tim 1,13; Joh 3,16–17; 1 Tim 2,3–6; Apg 10,34–35; Joh 17,20–23; Eph 4,4–6.
S. 136–137 – Maria werde „angebetet“, sei ein „Abgott“ und habe Jesus ersetzt.
Das ist keine zutreffende Darstellung der katholischen Lehre. Anbetung gebührt allein Gott. Die Verehrung Marias wird ausdrücklich von der Anbetung Gottes unterschieden (vgl. KKK 971). Marias Rolle hängt vollständig von Christus ab und beeinträchtigt seine einzigartige Mittlerschaft nicht (vgl. KKK 970).
Biblische Grundlage: Mt 4,10; Offb 19,10; Lk 1,28; Lk 1,42; Lk 1,45; Lk 1,48–49; Joh 2,1–11; Joh 19,26–27; Apg 1,14; 1 Tim 2,1.5; Jak 5,16.
S. 21 – Nur die „Apokryphen“ lieferten Belege für Fegefeuer und Fürbitte der Heiligen.
Auch das ist zu pauschal. Die katholische Argumentation beruft sich nicht nur auf 2 Makk 12, sondern ebenfalls auf neutestamentliche Texte. Das Fegefeuer wird als endgültige Reinigung der bereits Geretteten verstanden (vgl. KKK 1030–1032). Die Gemeinschaft und Fürbitte der Heiligen wird ebenfalls ausdrücklich gelehrt (vgl. KKK 956–957; 2683).
Fegefeuer/Reinigung: Mt 5,25–26; Mt 12,32; 1 Kor 3,11–15; Lk 12,47–48; Hebr 12,14.23; Offb 21,27; 1 Petr 1,6–7; 2 Makk 12,43–46.
Fürbitte der Heiligen: Hebr 12,1; Offb 5,8; Offb 6,9–11; Offb 8,3–4; Lk 15,7.10; Röm 8,38–39.
S. 142–143 – Fegefeuer bedeute „keine Heilsgewissheit“.
Im katholischen Verständnis befinden sich im Fegefeuer gerade Menschen, deren endgültiges Heil feststeht. Es handelt sich nicht um eine zweite Chance zwischen Himmel und Hölle, sondern um die endgültige Reinigung der bereits Geretteten (vgl. KKK 1030–1031).
Biblische Grundlage: 1 Kor 3,13–15; Hebr 12,14.23; Offb 21,27; Mt 5,25–26; Mt 12,32; 1 Petr 1,6–7; Weish 3,1–6.
Um 96 n. Chr.: Clemens von Rom spricht bereits von apostolischer Amtsnachfolge.
Im 1. Clemensbrief heißt es, die Apostel hätten Bischöfe und Diakone eingesetzt und Vorsorge getroffen, dass nach deren Tod andere bewährte Männer ihren Dienst übernehmen sollten. Das liegt zeitlich noch sehr nahe an der apostolischen Generation. Die katholische Lehre bezeichnet diese fortdauernde Weitergabe des apostolischen Amtes als apostolische Sukzession (vgl. KKK 861–862).
Biblische Grundlage: Apg 1,15–26; Apg 6,1–6; Apg 14,23; Apg 20,17.28; 1 Tim 3,1–13; 1 Tim 4,14; 1 Tim 5,22; 2 Tim 1,6; 2 Tim 2,2; Tit 1,5–9.
Spätes 1./frühes 2. Jahrhundert: Die Didache kennt Taufe, Eucharistie, Sonntagsversammlung, Sündenbekenntnis sowie Bischöfe und Diakone.
Diese Elemente sind nicht erst mittelalterlich. Die katholische Lehre sieht Taufe und Eucharistie entsprechend als grundlegende Sakramente des christlichen Lebens (vgl. KKK 1213; 1322–1327) und kennt seit apostolischer Zeit geordnete kirchliche Ämter (vgl. KKK 861–862).
Biblische Grundlage: Mt 28,19; Apg 2,38–42; Apg 2,46; Apg 20,7; 1 Kor 10,16–17; 1 Kor 11,23–29; Offb 1,10; Jak 5,16; Phil 1,1; 1 Tim 3,1–13.
Anfang des 2. Jahrhunderts: Ignatius von Antiochien lehrt eine sehr reale Eucharistieauffassung.
Ignatius kritisiert Gegner, weil sie nicht bekennen, dass die Eucharistie das Fleisch Jesu Christi sei. Damit ist noch nicht jede spätere philosophische Erklärung der Transsubstantiation formuliert. Aber eine ausschließlich symbolische Eucharistieauffassung lässt sich schwer als einzig ursprüngliche christliche Position darstellen. Die katholische Lehre spricht entsprechend von der wirklichen Gegenwart Christi in der Eucharistie (vgl. KKK 1373–1381).
Biblische Grundlage: Joh 6,48–58; Mt 26,26–28; Mk 14,22–24; Lk 22,19–20; 1 Kor 10,16–17; 1 Kor 11,27–29; Lk 24,30–35.
Um 150: Justin der Märtyrer beschreibt einen klar strukturierten Sonntagsgottesdienst.
Christen kommen am Sonntag zusammen, lesen aus apostolischen und prophetischen Schriften, hören eine Auslegung, beten gemeinsam und feiern anschließend die Eucharistie. Die katholische Liturgie versteht diese Verbindung von Wortgottesdienst und Eucharistie bis heute als zwei Teile einer einzigen Feier (vgl. KKK 1345–1355).
Biblische Grundlage: Apg 20,7; 1 Kor 16,2; Offb 1,10; 1 Tim 4,13; Lk 4,16–21; Apg 2,42; 1 Kor 11,20–29.
Justin versteht die Eucharistie nicht als gewöhnliches Brot und gewöhnlichen Trank.
Damit steht er in einer sehr frühen Auslegungslinie, welche die Aussagen Jesu über seinen Leib und sein Blut realistisch versteht. Die katholische Kirche lehrt entsprechend die reale und substantielle Gegenwart Christi in der Eucharistie (vgl. KKK 1374–1376).
Biblische Grundlage: Joh 6,51–58; Mt 26,26–28; Mk 14,22–24; Lk 22,19–20; 1 Kor 10,16; 1 Kor 11,27–29.
Justin verbindet die Taufe mit Sündenvergebung und Wiedergeburt.
Die Vorstellung, Taufe sei lediglich ein äußeres Symbol eines vollständig vorher abgeschlossenen inneren Vorgangs, entspricht weder ohne Weiteres den frühen christlichen Quellen noch der katholischen Tauflehre. Nach katholischem Verständnis bewirkt die Taufe Vergebung der Sünden, neues Leben und Eingliederung in Christus (vgl. KKK 1213; 1262–1270).
Biblische Grundlage: Joh 3,5; Mk 16,16; Apg 2,38; Apg 22,16; Röm 6,3–4; 1 Kor 6,11; 1 Kor 12,13; Gal 3,27; Kol 2,12; Tit 3,5; 1 Petr 3,20–21.
Um 180: Irenäus beruft sich ausdrücklich auf apostolische Tradition und Bischofsnachfolge.
Er verweist gegen gnostische Sonderlehren auf die öffentlich überlieferte apostolische Lehre und auf die Gemeinden, deren Bischöfe in geschichtlicher Verbindung zu den Aposteln stehen. Genau dieses Prinzip beschreibt die katholische Lehre unter den Begriffen apostolische Überlieferung und Sukzession (vgl. KKK 77–83; 861–862).
Biblische Grundlage: 2 Thess 2,15; 1 Kor 11,2; 1 Kor 11,23; 1 Kor 15,3; 2 Tim 1,13–14; 2 Tim 2,2; Tit 1,5–9; Apg 14,23; Apg 20,28.
Irenäus hebt die Kirche von Rom schon im 2. Jahrhundert besonders hervor.
Daraus kann man nicht einfach jedes spätere Papstdogma ableiten. Es zeigt aber, dass die römische Kirche bereits sehr früh eine besondere Bedeutung besaß. Die katholische Lehre führt den besonderen Dienst des Bischofs von Rom auf den Petrusdienst zurück (vgl. KKK 552–553; 880–882).
Biblische Grundlage: Mt 16,16–19; Lk 22,31–32; Joh 21,15–17; Mt 10,2; Apg 1,15–22; Apg 2,14–41; Apg 10–11; Apg 15,7–11; Gal 1,18.
Irenäus bezeichnet die Eucharistie als Opfergabe der Kirche.
Opfer, Eucharistie und christliche Gottesverehrung sind bereits sehr früh miteinander verbunden. Die katholische Kirche versteht die Eucharistie nicht als neues Kreuzesopfer, sondern als sakramentale Gegenwärtigsetzung desselben Opfers Christi (vgl. KKK 1362–1372).
Biblische Grundlage: Mal 1,11; Lk 22,19–20; 1 Kor 10,16–21; 1 Kor 11,23–26; Röm 12,1; 1 Petr 2,5; Hebr 13,10.15–16.
Um 200: Tertullian argumentiert nicht mit „Schrift allein“ im modernen evangelikalen Sinn.
Er betrachtet apostolische Kirchen, mündlich überlieferte Lehre und nachweisbare kirchliche Kontinuität als wichtige Kriterien gegen neue Sonderlehren. Diese Verbindung von Schrift und apostolischer Überlieferung entspricht auch der katholischen Lehre (vgl. KKK 80–83).
Biblische Grundlage: 2 Thess 2,15; 2 Thess 3,6; 1 Kor 11,2; 2 Tim 1,13–14; 2 Tim 2,2; Phil 4,9; Tit 1,9; Apg 2,42.
Der vollständige heutige neutestamentliche Kanon lag den ersten Christen noch nicht als festgelegte Sammlung von 27 Büchern vor.
Die apostolischen Schriften besaßen früh höchste Autorität, aber die genaue Abgrenzung des neutestamentlichen Kanons wurde im Laufe der ersten Jahrhunderte geklärt. Die katholische Kirche nennt heute ausdrücklich die 27 Bücher des Neuen Testaments (vgl. KKK 120) und erklärt zugleich, dass die Kirche durch die apostolische Überlieferung erkannte, welche Schriften in den Kanon aufzunehmen waren (vgl. KKK 120; 83).
Biblische Anknüpfungspunkte: 2 Petr 3,15–16; Kol 4,16; 1 Thess 5,27; Offb 1,3; 1 Tim 5,18; Lk 1,1–4; Joh 20,30; Joh 21,25.
Gebet für Verstorbene ist ebenfalls bereits sehr früh belegt.
Damit ist nicht automatisch jedes spätere Detail der Fegefeuerlehre bewiesen. Aber Fürbitte für Verstorbene kann nicht einfach als spätmittelalterliche Erfindung dargestellt werden. Die katholische Kirche begründet das Gebet für Verstorbene ausdrücklich mit der Gemeinschaft der Heiligen und der Reinigung nach dem Tod (vgl. KKK 958; 1031–1032).
Biblische Grundlage: 2 Makk 12,43–46; 2 Tim 1,16–18; 1 Kor 3,13–15; Mt 12,32.
13. Februar 2020 10:24 | Sergej
Vielen Dank auch für dieses Werk der Aufklärung
Vielen Dank auch für dieses Werk der Aufklärung.
Geschwister und Freunde! Haltet euch Fern vom Sauerteig der Ökumene und Weltkirche (Matthäus 16,6).
Prüft also, was dem Herrn wohlgefällig ist, und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf;...(Eph 5,10f.)
Lasst uns zurückkehren zur Quelle der Wahrheit!
Die Summe deines Worte ist Wahrheit,...(Psalm 119,160)
Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit. (Johannes 17,17)
Lasst uns nicht auf menschengemachte Dogmen schauen , sondern auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens,...(Hebräer 12,2)
Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun; du sollst nichts zu ihm hinzufügen und nichts von ihm wegnehmen. (5Mose 13,1; s.a. 4,2; Sprüche 30,6; 1Korinther 4,6; Galater 1,8.9; 1Johannes 2,24; 2Johannes 9; Offenbarung 22,18.19 etc.)
So spricht der HERR: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen vertraut und Fleisch zu seinem Arm (seiner Stütze) macht, und dessen Herz vom HERRN weicht! (Jeremia 17,5)
Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, der Mensch Christus Jesus,...(1Timotheus 2,5) Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige Leben. (1Johannes 5,20)
Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer, Ratgeber, starker Gott, Ewig-Vater, Friedefürst. (Jesaja 9,5)
...ihnen (den Israeliten) gehören auch die Väter an, und von ihnen stammt dem Fleisch nach der Christus, der über alle ist, hochgelobter Gott in Ewigkeit. Amen! (Römer 9,5)
Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen. (2Korinther 13,13)
16. Januar 2019 10:47 | Agnes
Dieses Buch bietet einen guten Überblick über die Lehren der katholischen Kirche
Dieses Buch bietet einen guten Überblick über die Lehren der katholischen Kirche. Es ist sehr übersichtlich aufgebaut. Zunächst werden die Lehren der Kirche -mit Quellenangaben aus der katholischen Tradition- beleuchtet und danach anhand der Bibel auf deren Richtigkeit geprüft. Den Aufbau finde ich sehr gelungen. Es ist gut lesbar und dient auch super als Nachschlagewerk.
Wolfgang Bühne schreibt gerade heraus und verharmlost nichts, was manch einer aus der christlichen Welt heutzutage evt. durchgehen lassen würde.
Beim Lesen habe ich bemerkt, dass es hilfreich ist, wenn man schon ein bestimmtes Vorwissen über die katholische Kirche oder theologische Begriffe haben sollte, um das Buch besser verstehen zu können. Ansonsten müsste man doch das ein oder andere Wort nachschlagen.