Entführt nach China (Hudson Taylor)
Band 2/12 der Reihe »Abenteurer Gottes«
| Artikel-Nr. | 256572 |
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| ISBN | 978-3-86699-572-7 |
| Seiten: | 168 |
| Art / Abmessungen: |
Produktinformationen "Entführt nach China (Hudson Taylor)"
Neil Thompson hatte versprochen, auf seinen Großvater zu warten, um mit ihm an den Hafen von Liverpool zu gehen. Dort werden die großen Ozeanriesen für ihre Fahrt über den Atlantik beladen.
Doch die Hafenanlagen sind kein sicherer Ort für einen Zwölfjährigen. Während er noch beeindruckt den Klipper »Dumfries« bestaunt, wird er von rohen Händen gepackt und an Bord eines Schiffes entführt. Eingesperrt in einer dunklen Kammer merkt er erst auf See, dass er als Kabinenjunge zwangsverpflichtet wurde – ohne jede Chance zur Flucht.
Dort begegnet er dem Missionar Hudson Taylor, und eine abenteuerliche Reise nach China beginnt … Kann Freundschaft und Glaube Neil durch die Gefahren bringen? Und findet er je wieder nach Hause?
| Autor: | Dave Jackson/Neta Jackson |
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| Erscheinungsdatum: | 14.04.2026 |
| ISBN | 978-3-86699-572-7 |
| Seiten: | 168 |
| Gewicht: | 176 g |
| Buchart: | Taschenbuch |
| Medium: | |
| Produktart: | Buch |
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1 Bewertung
28. April 2026 19:00 | Henrik
Glaubensvorbilder begleiten
Das Buch „Entführt nach China“ von Dave und Neta Jackson nimmt den Leser mit in ein spannendes Abenteuer rund um den Missionar Hudson Taylor. Es verbindet historische Elemente mit einer fiktiven Erzählperspektive und richtet sich vor allem an jüngere Leser. Die zentrale Frage ist: Wie wirkt echter Glaube in konkreten, oft bedrohlichen Lebenssituationen?
Wer ist der Autor?
Dave und Neta Jackson sind ein Autorenpaar aus den USA, das besonders durch kindgerechte christliche Literatur bekannt wurde. Ihre Werke wollen biblische Wahrheiten durch erzählerische Zugänge vermitteln. Die Reihe „Abenteurer Gottes“ verfolgt genau dieses Ziel: Glaubensvorbilder lebendig und nachvollziehbar darzustellen.
Worum geht’s?
Die Geschichte beginnt dramatisch: Der zwölfjährige Neil wird im Hafen von Liverpool entführt und gegen seinen Willen als Kabinenjunge auf ein Schiff gezwungen . Auf dieser Reise begegnet er Hudson Taylor, der als Missionar nach China unterwegs ist. Die Handlung entfaltet sich entlang dieser Seereise, die von Stürmen, Gefahren und persönlichen Krisen geprägt ist.
Zentral ist dabei nicht nur das Abenteuer, sondern die geistliche Entwicklung. Neil wird mit echtem Glauben konfrontiert. Besonders eindrücklich sind Szenen, in denen Taylor im Sturm betet und sein Vertrauen auf Gottes Führung deutlich wird. Der Glaube wird hier nicht theoretisch erklärt, sondern praktisch gelebt.
Der Stil ist einfach, erzählerisch und stark auf Spannung ausgelegt. Gleichzeitig werden historische Hintergründe eingearbeitet, wobei das Vorwort klar macht, dass nicht alle Figuren und Details historisch exakt sind, sondern teilweise ergänzt wurden . Damit bewegt sich das Buch zwischen Biografie und fiktionalem Abenteuer.
Für das Glaubensleben liegt die Stärke darin, dass zentrale biblische Wahrheiten anschaulich werden: Gebet, Vertrauen auf Gottes Führung, Unterscheidung zwischen äußerem Christsein und echtem Glauben. Gerade die Beobachtung, dass viele sich Christen nennen, aber ohne echte Nachfolge leben, ist theologisch treffend
herausgearbeitet .
Wer soll es lesen?
Das Buch richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche, eignet sich aber auch gut für Familien oder zur Verwendung in Gruppenstunden. Besonders Leser, die biografische Glaubensgeschichten schätzen, profitieren davon.
Was gibt es Kritisches?
Die Vermischung von historischen Fakten und fiktiven Elementen muss sauber eingeordnet werden. Gerade jüngere Leser könnten Schwierigkeiten haben, zwischen Realität und dichterischer Freiheit zu unterscheiden. Theologisch bleibt das Buch insgesamt solide, aber es bleibt auf einer eher erzählerischen Ebene. Eine tiefere biblische Durchdringung oder klare Evangeliumsdarstellung tritt stellenweise hinter die Geschichte zurück. Hier braucht es ggf. Ergänzung durch Anleitung oder Gespräch.
Wie kann ich das Werk nutzen?
Sehr gut einsetzbar für Kinderstunden, Familienandachten oder als Lektüre im Religionsunterricht. Es bietet viele Anknüpfungspunkte für Gespräche über echtes Vertrauen auf Gott, Gebet und Nachfolge. Besonders geeignet, um den Unterschied zwischen Namenschristentum und lebendigem Glauben herauszuarbeiten.
Was bleibt?
Das Buch zeigt klar: Glaube bewährt sich nicht in der Theorie, sondern im Sturm. Es macht deutlich, dass Gott führt, auch wenn der Weg ungewollt beginnt. Es fordert heraus, den eigenen Glauben zu prüfen und nicht bei äußerlicher Religiosität stehenzubleiben. Gerade für junge Leser kann es ein erster Impuls sein, sich ernsthaft mit Christus auseinanderzusetzen.