| Artikel-Nr. | 256649 |
|---|---|
| ISBN | 978-3-86699-649-6 |
| Seiten: | 120 |
| Art / Abmessungen: |
Produktinformationen "Lobetal – Gedanken in der Tiefe"
Etwa jedes vierte Kind, so zeigen die Statistiken, stirbt ungewollt bereits im Mutterleib. Diese erschütternde Zahl macht deutlich: Es handelt sich um ein Thema, das allgegenwärtig ist und doch viel zu oft verschwiegen wird. Dabei wirft es – vor allem bei persönlich Betroffenen – viele Fragen auf: Wo ist mein Kind jetzt? Wie kann ein guter Gott mir mein Kind nehmen? Haben wir etwas falsch gemacht? Wie viel Trauer ist erlaubt? Wie gehen wir als Eltern mit diesem Verlust um?
Amelie und Daniel Beck wissen, wie sich dieses Tal der Tränen anfühlt. In diesem Buch berichten sie offen und ehrlich über den Schmerz ihrer fehlgeborenen Kinder und gewähren sehr persönliche Einblicke in ihre Geschichte. Sie erzählen, wie ihr Glaube an Jesus Christus ihre Sichtweise verändert hat, ohne dabei auf alle Fragen eine einfache oder abschließende Antwort zu haben.
Umrahmt wird ihre Geschichte von Liedern, die Amelie in dieser schweren Zeit geschrieben hat. Diese Lieder spiegeln ihre Trauer und ihre Zweifel, aber auch ihre feste Hoffnung wider und schenken einen Trost, wie ihn diese Welt nicht zu geben vermag.
| Autor: | Daniel & Amelie Beck |
|---|---|
| Erscheinungsdatum: | 25.11.2025 |
| ISBN | 978-3-86699-649-6 |
| Seiten: | 120 |
| Gewicht: | 320 g |
| Buchart: | Hardcover |
| Medium: | |
| Produktart: | Buch |
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2 Bewertungen
11. Februar 2026 13:22 | Judith Gabriele
Lobetal
Als Leser von Lobetal bekommen wir von Dani und Amy tiefe Einblicke in aufwühlende Erlebnisse ihrer ersehnten Familiengründung. Zunächst wirkt ihr Leben perfekt und leicht – besser als geplant, sie empfinden dankbar: „Gott meint es wirklich gut mit uns.“ Ihre Lebensmelodie scheint in einer fröhlichen Dur-Tonart gesetzt zu sein – bis zum abrupten Tonartwechsel. Wir werden mitten hinein genommen in eine zunehmende Dramatik und empfinden das Ringen des jungen Paares als unser eigenes, vielleicht durch persönliches Erleben bekanntes Fragen nach Gottes Gedanken in menschlichem Leid. Wie sie sich durchringen dazu, dem Gott, dessen Namen sie kennen, dem sie ihr Leben schon als junge Teenager geweiht hatten, weiter und jetzt erst recht zu vertrauen (Ps 9,11) und „Was passiert, wenn ich damit beginne, Gott genau für diese Dinge in meinem Leben zu danken?“ – dabei dürfen wir sie gespannt beobachten. Wie ein Ausrufezeichen hinter ihrem gewählten Buchtitel „Lobetal“ sind die Lieder, die in dieser Zeit entstanden und im Buch abgedruckt sind – jeweils begleitet von einem QR-Code, über den man das entsprechende Lied hören kann (alternativ auch hörbar auf der CD „Größer“; ISBN 978-3-86699-885-8). „Lobetal“ ist für jeden Christen ein Ansporn, alles – auch Leid – aus der Hand Gottes anzunehmen und uns von Dani die Frage stellen zu lassen: „Bin ich wirklich davon überzeugt, dass Gott nur das Beste mit mir im Sinn hat?“ Ganz besonders wird „Lobetal“ aber großer Trost und echte Hilfe sein für Menschen, denen ähnliche Traurigkeiten gerade ihr Herz schwer machen.
4. Februar 2026 15:09 | Henrik
Ehrlich, herzergreifend und erbaulich
„Lobetal – Gedanken in der Tiefe“ von Daniel und Amelie Beck ist ein sehr persönliches Buch über den frühen Verlust von Kindern im Mutterleib. Es behandelt ein Thema, das viele betrifft, aber oft verdrängt wird. Die Autoren stellen sich ehrlich den Fragen nach Gottes Güte, nach Leid, Tod, Hoffnung und Trost angesichts einer Fehlgeburt. Wer ist der Autor? Daniel und Amelie Beck sind ein christliches Ehepaar, das selbst mehrere Fehlgeburten erlebt hat. Amelie arbeitet als Krankenschwester und Musikerin, Daniel begleitet den Prozess reflektierend und geistlich einordnend. Das Buch speist sich aus Tagebucheinträgen, persönlicher Betroffenheit und einem klaren Bekenntnis zum Gott der Bibel. Worum geht’s? Das Buch schildert chronologisch den Weg durch Schwangerschaft, medizinische Krise, Verlust, Geburt eines verstorbenen Kindes, Abschied und die Zeit danach. Im Mittelpunkt stehen Amelies sehr ehrliche Tagebuchtexte, ergänzt durch geistliche Reflexionen. Der Stil ist persönlich, still, teilweise schonungslos, zugleich geprägt von Vertrauen auf Gottes Souveränität. Bibeltexte werden nicht dekorativ, sondern existenziell eingebunden. Zentrale Themen sind Gottes Güte trotz Leid, die Würde ungeborenen Lebens, Trauerarbeit, Ehe in der Krise und die begründete Hoffnung auf das Wiedersehen bei Gott. Wer soll es lesen? Das Buch richtet sich in erster Linie an betroffene Eltern, besonders nach Fehl- oder Totgeburten. Darüber hinaus ist es wertvoll für Seelsorger, Gemeindeleiter und Christen, die lernen wollen, Leidende besser zu verstehen und biblisch zu begleiten. Was gibt es Kritisches? Das Buch ist stark autobiografisch und verzichtet bewusst auf eine systematische theologische Aufarbeitung. Wer eine ausführliche dogmatische Darstellung zum Thema Leid oder Theodizee erwartet, wird sie hier nicht finden. Die Stärke liegt klar im Zeugnis, nicht in der Lehrdarstellung. Wie kann ich das Werk nutzen? Als stilles Begleitbuch in Zeiten tiefer Trauer. Als Gesprächsanstoß für Paare. Als seelsorgerliche Lektüre, um Sensibilität, Sprachfähigkeit und Mitgefühl zu schulen. Auch als Korrektiv gegen oberflächliche Trostformeln ist es sehr hilfreich. Was bleibt? Dieses Buch beschönigt nichts. Es verklärt den Schmerz nicht, aber es verzweifelt auch nicht. Es zeigt einen Glauben, der durch das Tal geht und Gott nicht loslässt. „Lobetal“ macht deutlich: Hoffnung ist nicht Abwesenheit von Leid, sondern Vertrauen auf einen treuen Gott mitten im Leid. Ein leises, starkes und zutiefst christliches Buch.