Gleason L. Archer

Schwer zu verstehen?

Artikel-Nr.: 255656
ISBN: 9783893976560
Seiten: 592
Produktinformationen "Schwer zu verstehen?"

Dr. Gleason Archer (1916–2004) hat dieses Lexikon geschrieben, um aufzuzeigen, dass alles in der Bibel mit ihrem Anspruch übereinstimmt, das unfehlbare Wort Gottes zu sein. Im letzten Jahrhundert sah sich diese Lehre zunehmender Kritik ausgesetzt. Leider besitzen Christen, die die Lehre der Unfehlbarkeit der Bibel ablehnen, für gewöhnlich ein falsches Verständnis von ihr. In den meisten Fällen wurde ihre Sicht von einem schlecht unterwiesenen Sonntagsschullehrer oder einem überenthusiastischen Radioprediger geprägt. Möglicherweise hatten sie nie die Gelegenheit, das Werk eines ernsthaften Gelehrten zurate zu ziehen. Der Leser wird schnell herausfinden, dass Dr. Archers Sicht von biblischer Unfehlbarkeit der historische Standpunkt der Kirche in all ihren Hauptverzweigungen ist. Hinter ihr stehen solch illustre Namen wie Augustinus, Thomas von Aquin, Johannes von Damaskus, Luther, Calvin, Wesley und eine Menge anderer. Einfach ausgedrückt: Der Standpunkt biblischer Unfehlbarkeit behauptet, dass uns die Bibel an jeder Stelle die Wahrheit sagt. Wenige Gelehrte sind für solch ein Buch so sehr geeignet wie Dr. Archer, der die erforderliche Kenntnis alter Sprachen und das Handwerkszeug biblischer Gelehrsamkeit in sich vereinigte. Zusätzlich zu seiner Integrität als Gelehrter war er ein hingebungsvoller Schüler der Schrift und ein vertrauenswürdiger Leiter für Menschen, die die Bibel besser verstehen wollen. In seinem Buch werden jene eine richtige Goldgrube finden, die an die Unfehlbarkeit der Bibel glauben und Hilfe benötigen, diese Überzeugung in Einklang zu bringen mit dem, was sie in der Bibel lesen, und den Fakten der Erfahrungswelt. Ein äußerst wertvolles Buch!

Autor: Gleason L. Archer
ISBN: 9783893976560
Seiten: 592
Gewicht: 900 g
Buchart: Hardcover
Medium: Print
Produktart: Buch

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15.01.2020 11:11 | Jochen

Seit der Zeit der frühesten Gnostiker, mit denen P...

Seit der Zeit der frühesten Gnostiker, mit denen Paulus zu kämpfen hatte, bis zum Aufstieg des Deismus im 18. Jahrhundert“ habe es in der christlichen Gemeinde „keine offenen Zweifel an der Unfehlbarkeit der Schrift“ gegeben (S. 22), so Gleason L. Archer. Als Ausnahme führt er Irrlehrer an, die sich dann von der Ge-meinde losgesagt hätten. Anders sei es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewesen. Orthodoxe Evangelikale und die Gegner der biblischen Unfehlbarkeit hätten klare Position eingenommen. Die „Krisentheologen“ und Liberalen oder Modernisten hätten die Lehre der biblischen Unfehlbarkeit offen abgelehnt. Unter ihrem Einfluss plädierten Evangelikale heutzutage für eine eingeschränkte Unfehlbarkeit der Bibel, was es ihnen ermögliche, scheinbare Ungereimtheiten, Wider-sprüche und Diskrepanzen einzugestehen und an der biblischen Unfehlbarkeit festzuhalten, ohne sich vor Historikern und Wissenschaftlern lächerlich zu machen. Der Autor schreibt selbst: „Es ist die Hauptaufgabe dieses Buches, die Anfechtbarkeit dieser Anschuldigung zu beweisen, indem die angeblichen Diskrepanzen un-tersucht werden und im Gegenzug aufgezeigt wird, dass diese Anschuldigung angesichts aller relevanten Beweise nicht fundiert ist“ (S. 38).

Um dem Leser die Brisanz und den Horizont des Themas deutlich zu machen, stellt der Autor an den Anfang des Buches eine über dreißigseitige Einführung mit dem Titel „Die Bedeutung der biblischen Unfehlbarkeit“. Danach werden in der Reihenfolge der biblischen Bücher Fragen behandelt, die immer wieder Anknüpfungspunkte für Bibelkritiker waren oder die als schwer verständlich gelten (gemäß dem Originaltitel New International Encyclopedia of Bible Difficulties). Z.B. „Theistische Evolution“, „Fand Rahabs Lüge Gottes Zustimmung?“, „Lehrt Matthäus 22,39 eine fromme Selbstliebe?“ oder „Irrte sich Judas, als er nichtbiblische Quellen zitierte?“Archer formuliert den Anspruch, für den durchschnittlichen Laien verständlich zu schreiben, nimmt aber selbst einige Fachbegriffe davon aus. Diese finden wir z.B. in der Einleitung unter „Arten von Übertragungsfehlern“ auf einigen Seiten ausgeführt. Sie sind aber für den durchschnittlichen Leser wenig relevant.

Dieses Buch kann besonders dann eine gute Hilfe sein, wenn man z.B. in der Jugendarbeit tätig ist und sich mit zum Teil bibelkritischen Fragen auseinandersetzen muss, die in den Schulen diskutiert werden. Der Anspruch des Autors „Das Literaturverzeichnis soll jenen helfen, die ein tiefer gehendes Studium bestimmter Textstellen oder Themen wünschen“ (S. 17), dürfte allerdings schwer erfüllbar sein, da ausschließlich englische Literatur angegeben wird, die zum Teil über fünfzig Jahre alt ist. Da das Buch im Original 1982 erschien, sind auch keine neueren Werke aufgeführt. Mit dieser Tatsache geht noch ein weiteres Problem einher: Wenn im Text von aktuellen archäologischen Funden die Rede ist und dann die 1970er Jahre genannt werden, klingt dies nicht sehr überzeugend. Vielleicht könnten Herausgeber solche Passagen tilgen, nachdem sie dieses Vorgehen im Vorwort angekündigt hät-ten. Und für ein auf den deutschen Sprachraum abgestimmtes aktuelles Literaturverzeichnis wären sicher auch viele dankbar.

Alles in allem: Ein durchaus sinnvolles Buch, das Fragenden eine Menge Informationen bereitstellt und zum Ziel hat, das Vertrauen in die Bibel zu stärken.

Jochen Klein / weitere Rezensionen auf www.jochenklein.de