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Ewigkeit in ihren Herzen

Produktinformationen "Ewigkeit in ihren Herzen"

Der kanadische Missionar und Autor Don Richardson (1935-2018) stellt im vorliegenden Buch erstaunliches Hintergrundmaterial vor, anhand dessen er nachweist, dass es in den ethnischen Religionen vieler Volksgruppen und Stämme unserer Erde das Wissen um den einen »Himmelsgott« und Bezugnahmen auf die ursprüngliche Gottesoffenbarung gibt. 

Dass sich in ihnen zahlreiche konkrete Anknüpfungspunkte für den christlichen Glauben finden, ist atemberaubend. Diese Tatsache fordert aber auch jeden Christusnachfolger heraus, unter Nutzung dieser Möglichkeiten seinen Beitrag dazu zu leisten, dass der Missionsauftrag Jesu (Matthäus 28,19-20) endlich umfassend verwirklicht wird! Dabei kann nach Überzeugung des Autors genau dies in den nächsten Jahren gelingen!

Autor: Don Richardson
Erscheinungsdatum: 24.06.2026
ISBN 978-3-86699-718-9
Seiten: 288
Gewicht: 473 g
Buchart: Hardcover
Medium: Print
Produktart: Buch

2 Bewertungen

Durchschnittliche Bewertung von 4.5 von 5 Sternen


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2 2 Bewertungen

24. August 2026 13:17 | Henrik

Bewertung mit 4 von 5 Sternen

Gottesoffenbarung findet sich überall

Hat Gott die Völker auf das Evangelium vorbereitet?

Gottes allgemeine Offenbarung lässt keinen Menschen ohne Zeugnis. Doch finden sich darüber hinaus in den Überlieferungen und Bräuchen verschiedener Völker konkrete Spuren, die das Verständnis des Evangeliums vorbereiten? Don Richardson ist davon überzeugt: Gott hat nicht nur das Evangelium für die Welt bereitet, sondern in bemerkenswerter Weise auch die Welt für das Evangelium.



Wer ist der Autor?

Don Richardson (1935–2018) war ein kanadischer Missionar und Autor. Gemeinsam mit seiner Frau Carol arbeitete er viele Jahre unter den Sawi in Westneuguinea. Bekannt wurde er insbesondere durch Friedens-Kind, worin er beschreibt, wie ein Brauch der Sawi zum entscheidenden Anknüpfungspunkt für die Verkündigung Christi wurde. Diese missionarische Erfahrung prägt auch Ewigkeit in ihren Herzen. Richardson schreibt nicht aus der Distanz eines Religionswissenschaftlers, sondern als Evangelist, der verstehen möchte, wie das unveränderliche Evangelium fremden Kulturen verständlich verkündigt werden kann.



Eine Welt voller Anknüpfungspunkte

Richardson gliedert sein Buch in zwei große Teile. Der erste steht unter dem Begriff des „Melchisedek-Faktors“. Melchisedek begegnete Abraham als „Priester Gottes, des Höchsten“ (1. Mose 14,18), obwohl er nicht zu Abrahams Familie gehörte. Für Richardson ist er das biblische Urbild dafür, dass Gott sich auch außerhalb der späteren besonderen Offenbarung an Israel nicht unbezeugt gelassen hat.



Daran anschließend führt der Autor durch verschiedene Zeiten und Kulturen. Er berichtet von Völkern, die einen höchsten Schöpfergott kannten, von Überlieferungen über ein verlorenes göttliches Buch und von Bräuchen, die erstaunliche Parallelen zu biblischen Aussagen aufweisen. Richardson behandelt unter anderem Epimenides und den „unbekannten Gott“ in Athen, den Inka-Herrscher Pachacuti, die Santals, Karen, Kachin, Lahu, Wa, Lisu und weitere Volksgruppen in Asien, Afrika und Amerika.



Dabei führt er den Begriff der „erlösungsnahen Überlieferung“ ein. Diese Überlieferungen erlösen den Menschen nicht und ersetzen keinesfalls das Evangelium. Sie können ihm jedoch helfen, zu verstehen, was Erlösung, Stellvertretung, Versöhnung oder göttliche Offenbarung bedeuten. Richardson grenzt das ausdrücklich ab: „Erlösungsnah“ bedeutet nicht „erlösend“. Rettung geschieht allein durch Jesus Christus und wird im Evangelium verkündigt.



Der zweite Teil behandelt den „Abraham-Faktor“. Damit bezeichnet Richardson Gottes besondere Offenbarung und sein heilsgeschichtliches Handeln durch Abraham und dessen Nachkommen. Ausgangspunkt ist die Verheißung aus 1. Mose 12,1–3: Gott will Abraham segnen und durch ihn alle Geschlechter der Erde erreichen.



Richardson verfolgt diese Linie durch das Alte Testament, den Dienst Jesu und die Apostelgeschichte. Dabei zeigt er, dass Weltmission kein nachträglicher Zusatz zum Evangelium ist. Gottes Absicht, Menschen aus allen Völkern zu retten, ist bereits in der Berufung Abrahams erkennbar und wird durch Christus und den Missionsauftrag ausdrücklich bestätigt.



Missionarischer Weitblick

Die größte Stärke des Buches liegt in seiner missionarischen Blickrichtung. Richardson fordert dazu heraus, fremde Kulturen weder zu romantisieren noch pauschal als bedeutungslose Finsternis abzutun. Götzendienst bleibt Götzendienst. Zugleich können sich in den Überlieferungen eines Volkes Erinnerungen an die Schöpfung, das Wissen um einen höchsten Gott oder moralische Kategorien erhalten haben, die für die Verkündigung genutzt werden können.



Dafür gibt es eine solide biblische Grundlage. Gott hat sich in der Schöpfung offenbart und den Menschen ein Gewissen gegeben (Psalm 19,2–5; Römer 1,19–20; 2,14–15). Paulus beginnt seine Rede auf dem Areopag bei einem vorhandenen Altar, übernimmt aber nicht einfach die Religion der Athener. Vielmehr korrigiert er ihre Unwissenheit, ruft zur Buße und verkündigt den kommenden Richter, den Gott aus den Toten auferweckt hat (Apostelgeschichte 17,22–31).



Damit beschreibt Richardson ein wichtiges Prinzip biblischer Kontextualisierung: Der Missionar muss die Kultur seiner Hörer verstehen, darf seine Botschaft aber nicht aus dieser Kultur beziehen. Der Inhalt kommt aus der Schrift; kulturelle Begriffe und Bräuche können lediglich Brücken zum Verständnis bilden.



Hilfreich ist außerdem Richardsons deutliche Abgrenzung von einem religiösen Universalismus. Die allgemeine Offenbarung vermittelt wirkliche Gotteserkenntnis, aber kein vollständiges Evangelium. Sie macht den Menschen verantwortlich, kann ihn jedoch nicht von seiner Schuld retten. Dafür muss Christus verkündigt werden. „Der Glaube ist aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort“ (Römer 10,17).



Überzeugend ist auch der zweite Buchteil. Richardson zeigt anhand zahlreicher Texte, wie tief Gottes Absicht, die Völker zu segnen, in der gesamten biblischen Heilsgeschichte verankert ist. Die Berufung Abrahams, die Psalmen und Propheten, Jesu Begegnungen mit Nichtjuden und die Ausbreitung des Evangeliums in der Apostelgeschichte gehören zu einem großen Zusammenhang. Mission ist kein Spezialinteresse einzelner Christen, sondern folgt aus Gottes offenbartem Ratschluss.



Wo Vorsicht nötig ist

Nicht jede religionsgeschichtliche Einzelbeobachtung besitzt dieselbe Beweiskraft. Richardson verarbeitet eine beeindruckende Materialfülle, doch vieles beruht auf älteren Missionsberichten, ethnologischen Darstellungen und mündlichen Überlieferungen. Gerade bei Erzählungen über ein „verlorenes Buch“, alte Prophezeiungen oder überraschend genaue Parallelen zur biblischen Urgeschichte bleibt mitunter unklar, wie alt und unabhängig diese Traditionen tatsächlich sind. Eine spätere christliche Beeinflussung lässt sich nicht in jedem Fall sicher ausschließen.

Das Buch erschien im englischen Original bereits 1981. Die CLV-Ausgabe ergänzt zwar an verschiedenen Stellen aktualisierende Fußnoten, doch der religionswissenschaftliche und anthropologische Forschungsstand des Haupttextes bleibt zwangsläufig der damaligen Zeit verhaftet. Richardsons Auseinandersetzung mit evolutionistischen Religionstheorien ist grundsätzlich berechtigt. Seine Darstellung fällt jedoch stellenweise zu schematisch aus und konzentriert sich stark auf ältere Vertreter wie Edward Tylor. Hier wäre eine Neubearbeitung unter Einbeziehung der neueren Forschung hilfreich gewesen.



Auch exegetisch geht Richardson gelegentlich über das hinaus, was der jeweilige Bibeltext sicher trägt. Melchisedek ist nach 1. Mose 14 tatsächlich Priester Gottes, des Höchsten. Hebräer 7 verwendet ihn vor allem als Vorausbild auf das überlegene und ewige Priestertum Christi. Ihn darüber hinaus zum umfassenden Repräsentanten der allgemeinen Offenbarung in allen Kulturen zu erklären, ist eine interessante theologische Konstruktion, aber keine ausdrückliche Aussage des Textes.



Ähnlich problematisch ist Richardsons Vermutung, Jesu Wort von den „anderen Schafen“ in Johannes 10,16 könne sich auf gottesfürchtige Menschen unter heidnischen Völkern beziehen. Im Zusammenhang spricht Jesus von Menschen, die er selbst zu seiner Herde bringen wird. Gemeint sind am wahrscheinlichsten die Gläubigen aus den Nationen, die durch das Evangelium mit den gläubigen Juden zu einer Herde vereinigt werden. Der Vers belegt nicht, dass bestimmte vorchristliche Religionskundige bereits zu den Schafen Christi gehörten.



Bisweilen verwandelt Richardson eine mögliche Erklärung zu schnell in eine wahrscheinliche und eine wahrscheinliche schließlich in eine nahezu sichere. Seine zahlreichen Ausrufezeichen und rhetorischen Zuspitzungen verstärken diesen Eindruck. Der Leser sollte deshalb zwischen dem überzeugenden missionstheologischen Grundgedanken und der unterschiedlich starken Beweislage der einzelnen Beispiele unterscheiden.

Darüber hinaus muss Römer 1 vollständig berücksichtigt werden. Die allgemeine Offenbarung führt den gefallenen Menschen nicht automatisch zur ehrlichen Suche nach Gott. Paulus betont, dass Menschen die erkannte Wahrheit in Ungerechtigkeit unterdrücken und die Herrlichkeit des Schöpfers gegen Götzen eintauschen. Die in den Kulturen vorhandenen Spuren der Wahrheit sind deshalb niemals unverfälscht. Sie stehen neben Verdrängung, Verdrehung und dämonischer Verführung. Missionare dürfen vorhandene Analogien gebrauchen, müssen sie aber anhand der Schrift prüfen und gegebenenfalls entschieden korrigieren.



Wer sollte das Buch lesen?

Ewigkeit in ihren Herzen eignet sich besonders für Missionare, Evangelisten, Prediger, Gemeindeälteste und Christen, die sich mit Weltmission und kulturübergreifender Evangelisation beschäftigen. Auch für Missionskreise, Bibelschulen und Hauskreise bietet das Buch reichlich Gesprächsstoff. Die Studienfragen am Ende erleichtern eine gemeinsame Bearbeitung.



Wer das Buch liest, sollte allerdings zwischen biblischer Lehre, religionsgeschichtlicher Beobachtung und Richardsons eigener Deutung unterscheiden können. Als wissenschaftlich aktuelle religionsethnologische Untersuchung ist es nur eingeschränkt geeignet. Als leidenschaftliches missionstheologisches Plädoyer besitzt es dagegen weiterhin beträchtliche Kraft.



Was bleibt?

Don Richardson richtet den Blick auf eine häufig übersehene Wahrheit: Gott war zu keiner Zeit nur der Gott eines einzelnen Volkes. Die Erwählung Abrahams diente von Anfang an einem weltweiten Ziel. In Jesus Christus wird der verheißene Segen zu den Nationen gebracht. Das Buch ermutigt dazu, Menschen nicht mit einer kulturell fremden religiösen Verpackung zu begegnen, sondern ihre Sprache, Geschichte und Denkwelt ernst zu nehmen. Gleichzeitig darf die Botschaft selbst nicht angepasst werden: Jeder Mensch ist ein schuldiger Sünder, Christus allein ist der Retter, und allein durch Umkehr und Glauben empfängt er Vergebung. Nicht jede von Richardson gezogene Verbindung überzeugt gleichermaßen. Manche Beispiele sind stark, andere spekulativ oder historisch nur begrenzt nachprüfbar. Seine Hauptthese bleibt dennoch wertvoll: Allgemeine und besondere Offenbarung widersprechen sich nicht. Vorhandene Spuren der Wahrheit können den Weg zum Verständnis ebnen – aber erst das verkündigte Evangelium führt den Sünder zu Christus.

Bewertung: ★★★★☆ (4,0 von 5 Sternen)

31. Juli 2026 16:45 | Annette Marion

Bewertung mit 5 von 5 Sternen

Wunderbares Buch

Das Buch vom kanadischen Missionar Don Richardson „Ewigkeit in ihren Herzen“ wurde jetzt neu aufgelegt und mit einem sehr schönen Cover versehen und ist eine echte Leseempfehlung für alle Christen. Besonders für diejenigen, die in die Mission gehen möchten oder da unterwegs sind. Aber auch für alle anderen.
Das Buch beginnt mit einem schönen Zitat aus Prediger 3, 11, dass Gott die Ewigkeit in ihr Herz gelegt hat. Und das Gott auch tut was er sagt und verspricht, dass zeigt hier Don Richardson im vorliegenden Buch.
Es ist immer wieder faszinierend, wie er anhand verschiedener Quellen darstellt, wie Gott schon immer zu verschiedenen Völkern und Kulturen gesprochen hat und spricht und wie das aber durch die Zeit teilweise verschüttet und vergessen wurde.
Und auch immer wieder faszinierend zu sehen, wie die ganze Weltgeschichte auf Jesus hindeutet, ebenso wie auch das Alte und Neue Testament zusammenhängen.
Jeder Mensch trägt SEINE Sehnsucht im Herzen, dass wird durch dieses Buch immer wieder deutlich!
Auch eine gute Geschenkidee für alle intellektuelleren Menschen.
Eine klare Leseempfehlung!

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