Briefe, die nie geschrieben werden …
| Artikel-Nr. | 256253 |
|---|---|
| ISBN | 978-3-86699-253-5 |
| Seiten: | 160 |
| Art / Abmessungen: |
Produktinformationen "Briefe, die nie geschrieben werden …"
»Was war deine größte geistliche Herausforderung?«, wurde Elisabeth Elliot einmal gefragt. Ihre Antwort war unerwartet: »Das Zusammenleben mit den anderen Missionaren!« Damit bestätigte sie eine oft verdrängte Realität: Auch Missionare sind »ganz normale Menschen«! Neben den speziellen Herausforderungen ihres Wirkungsortes kämpfen sie mit Problemen, Nöten und Anfechtungen, die wir alle haben. Auch bei ihnen sind Beziehungen, Ehen und Familien angefochten. Oftmals haben sie niemanden, mit dem sie über diese Schwierigkeiten reden können, und sind frustriert, weil besonders hohe Anforderungen an sie gestellt werden. Manchmal heißt die große Herausforderung »Rückkehr in die Heimat« oder »enttäuschende Reaktionen der Christen dort«. Und auch Missionare sind nicht automatisch vor einem »Burn-out« gefeit …
Frederick L. Kosin und seine Frau Jenny stehen seit 1966 im gemeinsamen Dienst für den Herrn. In den letzten Jahren sind die beiden in über 60 Ländern gewesen, um Missionare vor Ort zu ermutigen und praktisch zu unterstützen. Außerdem haben sie viele Missionskonferenzen und -freizeiten besucht.
In diesem Buch berichten sie über ihre Erlebnisse und Erfahrungen. Sie geben praktische Hinweise, wie wir helfen können, stellen konkrete Gebetsanliegen vor und versuchen, mit diesen »nie geschriebenen Briefen« die Augen zu öffnen für Nöte, die wir auf den ersten Blick vielleicht nicht sehen.
Rezension in »factum«, Ausgabe 9/13:
Missionare sind ganz normale Menschen. Sie haben mit emotionalen Verletzungen, Stolz und Einsamkeit zu kämpfen, mit Zweifeln im Anblick großer Probleme, mit geplatzten Träumen, Sünde und Versagen. Diese Seite bleibt den daheimgebliebenen Freunden oder der Heimatgemeinde meist verborgen. Das liegt auch daran, dass der Missionar von vielen Christen eher als Übermensch wahrgenommen wird, der all diesen Problemen entrückt ist.
Frederick Kosin schildert in zahlreichen Briefen, die aus den verschiedensten Perspektiven geschrieben wurden, die Folgen, die aus dieser Erwartungshaltung entstanden sind, und zeigt so eine ganz andere, eine menschliche Seite des Missionars und des Missionsalltags.
Er bringt dem Leser die unterschiedlichsten Lebenssituationen auf dem Missionsfeld mit ihren ganz eigenen Bedürfnissen nahe: das Ehepaar, das Probleme hat, überhaupt auf das Missionsfeld zu kommen, und nun an der ganzen Sache zweifelt; die junge Mutter, die sich so sehr um ihre Familie kümmern muss, dass sie keine Zeit mehr für die Missionsarbeit hat; oder den altgedienten Missionar, der mit den neuen Methoden der jungen Generation nicht zurechtkommt. Auch die Missionarskinder melden sich in einem Brief zu Wort.
Es sind sehr tief gehende Berichte, die emotionale Probleme beschreiben, die jeder Mensch kennt und nachvollziehen kann. Im klassischen Bild vom Missionar haben solche Gefühlsregungen aber wenig oder gar keinen Platz und deshalb werden sie auch nicht im Gebet für den Missionar vor Gott gebracht. Mit dem vorliegenden Werk möchte der Autor diesen Zustand ändern.
Wer in Kontakt mit einem Missionar treten kann, den ermutigt der Autor, sich ernsthaft für den Missionar, seine Bedürfnisse und Probleme zu interessieren und durch ehrliche Fragen eine Tür zu öffnen, damit solche Dinge besprochen werden können. Auch das schnell oberflächlich werdende Gebet der Heimatgemeinde für den Missionar bereitet Kosin Sorge. Mit seiner präzisen Problembeschreibung und zahlreichen, konkreten Gebetsanliegen, die von einem tiefen Verständnis von den Belastungen auf dem Missionsfeld zeugen, liefert er einen bemerkenswerten Beitrag, um diese Situation zu verbessern. Wer Missionare praktisch und im Gebet unterstützen möchte, sollte dieses Buch unbedingt lesen. (Markus Haller)
| Autor: | Frederick L. Kosin |
|---|---|
| ISBN | 978-3-86699-253-5 |
| Seiten: | 160 |
| Gewicht: | 210 g |
| Buchart: | Paperback |
| Medium: | |
| Produktart: | Buch |
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2 2 Bewertungen
22. Oktober 2026 08:16 | TMG
Weltmission hautnah
Was für ein Einblick in die Weltmission! Einige Missionare haben darauf gedrängt, dass das Buch auf deutsch rauskommt. Anscheinend kennen sie die Probleme, die darin beschrieben werden. Aber es geht in dem Buch nicht nur um Probleme, sondern um Lösungen.
Es geht um Briefe, die Missionare nie schreiben würden – weil wir von ihnen erwarten, dass sie Helden sind, die nie Probleme haben. Der Autor reist mit seiner Frau seit Jahren um die Welt, um Missionare zu betreuen zu ermutigen und ihnen beizustehen. In diesen Briefen schildert er die verschiedenen Situationen, in denen sich ein Missionar befinden kann. Das öffnet uns mal die Augen um verschwiegene Aspekte der Mission zu sehen.
Der junge Missionar kommt zu Wort, der neue Missionar, der Kurzzeitmissionar, die Missionarswitwe, der Missionar auf Heimaturlaub, der ausgediente Missionar (und einige andere). Die Briefe sind fesselnd geschrieben, manchmal zum Lachen oder zum Weinen.
Es wird deutlich, was wir für Missionare beten können, und wie wir helfen können. Die „Briefe“ sind so hilfreich für jeden von uns, weil diese Probleme nicht auf das Missionsfeld beschränkt sind. Ich empfehle dieses Buch besonders denen, die an Mission interessiert sind. Also euch allen.
15. Dezember 2018 13:49 | Loe
Ein so gutes Buch
Ein so gutes Buch. Einen Blick "hinter die Kulissen" zu bekommen - Was steckt alles so hinter den vielen "Rundbriefen" und Berichten die wir von Missionaren bekommen oft wirklich?!
Das Buch hat meinen Blick geweitet, mein Herz mehr geöffnet und mein "Interesse" hinterfragt.