1. Mose

1Mo 15,9 Ch.Spurgeon "Er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube." 1. Mose 15,9

Nachdem Abraham durch den Glauben gerechtfertigt war, wurde er dahin geführt, den Wert des Opfers deutlicher zu erkennen. Auf Gottes Befehl schlachtete er die Tiere, die zum Opfer verordnet waren. Des Patriarchen Hände sind mit Blut befleckt; er nimmt das Messer, zerteilt die Tiere und legt sie in die Ordnung, die ihm der Geist Gottes vorgeschrieben hat. Abraham lernt, daß man nur durch ein Opfer zu Gott kommen kann. Gott hat jede Tür verschlossen, ausgenommen die, über welche das Blut gesprengt ist.

Während die Verheißung noch in seinen Ohren tönt, die ihn gerechtgesprochen hat, muß er ein Opfer sehen. Der Glaube, der euch rechtfertigt, hilft euch, einen vollständigeren und lebendigeren Blick in das Versöhnungsopfer Jesu Christi zu gewinnen. Ich wundere mich nicht, daß euer Glaube schwach wird, wenn ihr versäumt, über das Opfer, das der Herr Jesus für sein Volk dargebracht hat, nachzudenken. Lest die Berichte von den Leiden des Erlösers, die uns in den Evangelien gegeben werden. Beugt euch im Gebet vor dem Lamm Gottes und tut Buße, daß ihr seinen Tod vergessen habt, der der Mittelpunkt von allem ist. Betrachtet die wunderbare Tat der Stellvertretung noch einmal, und euer Glaube wird belebt werden.

Nicht das Studium der Theologie, nicht das Forschen in geheimnisvollen Weissagungen kann eurer Seele Segen bringen, sondern allein das Blicken auf Jesus, den Gekreuzigten. Das ist die wesentliche Nahrung für das Glaubensleben. Achtet darauf, daß ihr euch daran haltet! Als ein Gerechtfertigter sah Abraham den ganzen Tag lang, bis die Sonne unterging, das Opfer an und scheuchte die Raubvögel davon. So müßt ihr alle störenden Gedanken wegtreiben. Versenkt euch in den Herrn Jesus und seid nicht zufrieden, wenn ihr nicht in der Erkenntnis und Gnade unseres Herrn wachst!