Offenbarung Johannes

Offb 20,11 D.Rappard Ich sah einen großen, weißen Stuhl, und den, der darauf saß, vor des Angesicht floh die Erde und der Himmel, und ihnen ward keine Stätte gefunden. Off. 20,11.

Schnell geht das Jahr zu Ende. Seine Tage sind verschwunden und kehren niemals wieder. Alles Irdische vergeht, und es naht die Stunde, da die Erde selbst mit dem Firmament, das sie umgibt, vergehen und f l i e h e n wird vor dem Angesicht dessen, der auf dem großen, weißen Stuhl sitzt als Richter der Welt. Eine Art von Grauen erfaßt das Gemüt beim Gedanken an das völlige Zurücktreten alles Sichtbaren. O, wir brauchen ein bergendes Kleid, um vor der blendenden Reinheit des Thrones stehen zu können. Wir brauchen eine schützende Heimstätte, die nimmermehr vergeht. Gott sei gepriesen, wir haben sie. A l l e k ö n n e n s i e h a b e n. Jesus hat sein Herz weit aufgetan, und wer zu ihm kommt findet in Ihm den sicheren Bergungsort, der auch in jener großen Gerichtsstunde ihn völlig decken wird.

O christuslose Seele, wie soll es dir ergehen an jenem Tage? Wo wirst du bleiben, wenn Erde und Himmel entfliehen? Wenn nichts mehr da sein wird, um dich zu decken vor dem feuerflammenden Auge Gottes? Ich bitte dich, eile, heute schon dich zu bergen in dem Felsen der Ewigkeit, daß du einst i n I h m e r f u n d e n werdest in seiner Herrlichkeit.

Jetzt, da ich noch leb im Licht, Wenn mein Aug' im Tode bricht, Wenn durchs finstre Tal ich geh, Wenn ich vor dem Richter steh: Fels des Heils, geöffnet mir, Birg mich, ew'ger Hort, in Dir!