Epheserbrief

Eph 5,18 W.Nee Werdet voll Geistes ..., singt und spielt in eurem Herzen dem Herrn. Epheser 5,18 - 19

Plerousthe - »werdet voll« - heißt es hier in bezug auf den heiligen Geist. »Laßt euch ständig vollfüllen.« Hier ist nicht ein Wendepunkt beschrieben wie zu Pfingsten, sondern ein Zustand, dessen wir uns allezeit erfreuen sollen. Und es geht nicht um geistliche Gaben und deren Äußerungen, sondern um die persönliche Anwesenheit und das Wirken von Gottes heiligem Geist in unserem Innern - wie ein Öl, das die Lampe auch lange nach Mitternacht noch unvermindert weiterbrennen läßt. Und es ist nicht ein privater Besitz, sondern etwas, das wir mit anderen Christen teilen. Paulus sagt, daß wir zusammen musizieren sollen. Manchem von uns mag es leichter scheinen, Solopartien zu singen, als sich in Takt und Tonart anderen anzupassen und im Chor oder im Duett zu singen. Doch die Fülle des Geistes ist uns gerade dazu gegeben, daß wir vor dem Thron ein neues Lied gemeinsam singen sollen.





D.Rappard Werdet voll Geistes! Eph. 5,18.

Ein göttlich großes, reiches Wort, eine Perle hellsten, aber auch seltensten Glanzes: W e r d e t voll G e i s t e s! - Wir haben aus der Schrift gesehen, daß jeder, der im Glauben Jesum, den Gekreuzigten in sein Herz aufnimmt, eben damit den Heiligen Geist aufnimmt. Steht es doch geschrieben: W e r C h r i s t i G e i s t n i c h t h a t, d e r i s t n i c h t s e i n.

Aber es gibt eine Fülle des Geistes, die nicht alle Christen haben, wiewohl alle sie haben könnten, ja, haben s o l l t e n. Dies sehen wir aus unserem Text, der es uns in der Befehlsform sagt: Werdet voll Geistes! - Was ist es, das uns hindert, diesem Befehl nachzukommen und diesen vollen Segen zu empfangen? Es ist die Eigenliebe, die Weltliebe, der Eigenwille, mit einem Wort: u n s e r e i g e n e s L e b e n. Das Ich muß weichen, damit das große E r uns ganz erfülle.

O Seele, bist du willig, alles daran zu geben, um alles zu besitzen? Willst du, daß dich der Geist Gottes beherrsche und gebrauche nach seinem Wohlgefallen? Willst du es u m j e d e n P r e i s? O selig, wer l e e r ist von sich selbst und v o l l des Heiligen Geistes.

Er allein bestimme nun Unser Denken, Reden, Tun, Also daß sich kein Gebiet Seinem Wirken mehr entzieht. Herr, o nimm Du allein Bleibend unsre Herzen ein!