Apostelgeschichte

Apg 12,24 A.Christlieb Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich. Apg. 12, 24

Diese Nachricht vom Wachstum des göttlichen Wortes klingt wie ein Triumphlied auf den Untergang des Herodes. Der hatte das Christentum vernichten wollen. Nun war er selbst vernichtet. Hier spricht man wieder: ,,D i e R e c h t e d e s H e r r n b e h ä l t d e n S i e g" (Ps. 118, 15 ff.)! - Laßt uns beachten, daß der Sieg nicht als ein Erfolg der Christengemeinde dargestellt wird, sondern als Erfolg des Wortes Gottes. Nicht Menschen triumphieren, sondern der Herr und sein Wort. Das Wort hat eine unwiderstehliche Macht. Nicht nur Herodes ist bei dem Versuch, dies Wort zu hemmen, kläglich gescheitert. Tausenden ist es bei gleichem Versuch auch so ergangen. Man hat Gottes Wort bekämpft, verächtlich gemacht, verboten und verbrannt. Aber immer hieß es: ,,Das Wort Gottes wuchs und mehrte sich." Auch heute dürfen wir uns freuen an dem Siegeslauf des göttlichen Wortes. - Damals gewann es neuen Einfluß in dreifacher Hinsicht. Zunächst schlug es tiefere Wurzeln bei denen, die bereits Christen waren. Gott schenkte ihnen Männer, die mit besonderen Gaben ausgerüstet waren und die Gemeinde tiefer in die Schrift einführen konnten. Sodann wurde das Wort Gottes weiter unter den Juden ausgebreitet. Wenn die Boten Jesu einen neuen Ort erreichten, gingen sie immer zuerst in die jüdische Synagoge (13, 5 und 14). Dieser Umstand soll uns daran erinnern, daß wir in der Fürbitte der Judenmission gedenken. Auch unter den Juden muß das Wort Gottes sich mehren und wachsen, bis das Volk in seiner Gesamtheit seinen Messias erkennt (Röm. 11, 25 ff.). - Vor allem aber begann damals die kraftvoll betriebene Heidenmission (Apg. 13, 1 ff.). Man sandte Barnabas und Paulus von Antiochien aus zu den Heiden. Gott bekannte sich herrlich zu diesem Werk. Gleich zu Beginn der Reise kam der oberste Regierungsbeamte der Insel Zypern, Sergius Paulus, zum lebendigen Glauben. Seitdem geht dieses Gotteswerk unter den Heiden vorwärts. Wohl allen, die es fördern!