Johannes

Joh 6,6 Ch.Spurgeon "Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er selbst wußte wohl, was er tun wollte." Johannes 6,6

Laßt uns diese Worte einen Augenblick untersuchen: "Er wußte." Er weiß immer.

"Ach", sagt jemand, "ich weiß nicht, was ich tun soll." Ja, das ist unser chronischer Zustand, wenn wir uns den Kopf über etwas zerbrechen.

Aber Jesus wußte, was er tun wollte. Das ist ein süßer Trost. Er wußte, wie viele Leute da waren. Er wußte, wie viel Brot sie essen würden. Er wußte, wie viele Fische er gebrauchen würde und wie er die Menge speisen wollte. Er wußte alles, ehe es geschah.

Versuchtes Kind Gottes, Jesus weiß alles von deinem Fall und wie er dich wieder aufrichten will. Denke nicht, daß du ihn über irgend etwas informieren könntest. "Denn euer Vater weiß, was ihr bedürft, ehe ihr ihn bittet." Das Gebet soll nicht dazu dienen, den Herrn von etwas in Kenntnis zu setzen. Er wird euch durch euer jetziges Leiden hindurchbringen, ohne daß er nötig hat, eure armselige Weisheit seinem unbeschränkten Wissen hinzuzufügen. Er weiß. Der Heiland wußte, daß etwas getan werden mußte, aber er hatte keine Eile. Unser teurer Herr hat glorreiche Muße, weil er immer pünktlich ist. Späte Leute haben Eile; aber er, der nie spät ist, eilt nie! Jesus weiß nicht nur, was du tun willst, sondern auch, was er tun wird. Er beabsichtigt, etwas Großes für dich zu tun und dir zu helfen. Am Ende werden wir sagen: "Gelobt sei der Herr! Wir waren in großen Ängsten, aber unser Herr hat gründlich geholfen. Er hat es nicht zufällig und mit Hilfe glücklicher Umstände getan. Er wußte vielmehr, was er tun wollte, und hat alles vom Anfang bis zum Ende so geplant, daß die Fürstentümer und Gewalten im Himmel auf ewig von der Gnade und Liebe, von der Weisheit, Macht und Vorsorge singen werden, die er seinem Volk so reichlich erwiesen hat."

Könnten wir bereits das Ende sehen, so würden wir schon jetzt beginnen, den Namen unseres Herrn zu erheben, der sein ganzes Werk vorher weiß und nie von seinem Plan abweicht.